Übung "Wasserförderung lange Wegstrecke"

Am 03.09.2016 übten wir zusammen mit der diensthabenden Wachschicht (B-Süd) Wasserförderung über lange Wegstrecke. Nach einer Auffrischung des theoretischen Wissens, einer kurzen Einweisung in den Übungsablauf und einem kleinen Frühstück ging es dann Rheinauer Wald um das Thema praktisch zu üben.

Zu Beginn erklärte Übungsleiter Norbert Klink den Hintergrund der Übung. Er zeigte die Einsatzmöglichkeiten aber auch deren Grenzen bzw. Probleme auf. Ein Vergleich mit den entsprechenden Vor- & Nachteilen einer Wasserförderung über lange Wegstrecke mittels Schlauchleitungen & Pumpen bzw. alternativem Pendelverkehr wurde besprochen. So zeigte sich auch schnell, das bei beiden Varianten eine zeitnahe Einrichtung eines eigenen Einsatzabschnitts mit entsprechendem Abschnittsleiter sinnvoll ist.
An verschiedenen Aufbauszenarien wurde die unterschiedlichen Möglichkeiten wie offene & geschlossene Schaltreihe verdeutlicht. Notwendige Infos wie Reibungsverluste, geodätische Höhen, Druckabfälle bzw. -zunahmen wurden erörtert.

Vor Ort im Rheinauer Wald / Dossenwald wurde der Ranney-Brunnen besichtigt, dieser wird in einem Einsatzfall im dortigen Gebiet von der Feuerwehr in Betrieb genommen. Abteilungskommandant Michael Scherb, welcher hauptberuflich für das Wasserwerk arbeitet, erklärte die Inbetriebnahme des ca. 18m Tiefbrunnens.

Bedienstand Feuerwehrpumpe
Blick in den Ranney-Brunnen

Über einen Unterflurhydranten erfolgte die Wasserentnahme in einen Faltbehälter von dem über eine Saugleitung Wasser zur Pumpe des HLF-T gefördert wurde. Um die Kupplung des B-Schlauchs vom Hydrant in den Faltbehälter zu sichern wurde diese an ein geöffnetes Standrohr angeschlossen und der Schlauch in die Standrohrhalterung der Schlauchhaspel fixiert. Vom HLF-T wurde das Wasser über mehrere B-Schläuche zu einer Tragkraftspritze (TS) vom Abrollbehälter Schlauch (AB-Schlauch)  zu einem Tanklöschfahrzeug 3000 (TLF3000) und danach zu einem Löschfahrzeug 10/10 (LF10/10) bevor das Wasser letztendlich über ein B-Rohr und zwei C-Rohre abgegeben wurde. Zwischen den Pumpen waren jeweils ein paar B-Schläuche verlegt. Der Druckverlust wurde mittels in die Schlauchleitungen eingebauten Verteilern (Abgang nur minimal aufgedreht) simuliert, damit wurde die Menge des eingesetztem Material soweit möglich reduziert.

Während der Übung galt es dann konsequent ausreichend Wasser zu fördern, den Eingangs- & Ausgangsdruck der Pumpen im Blick zu halten und ggf. auf Abweichungen richtig zu reagieren. Hierbei stellte sich auch die in diesem Fall enorm wichtige Kommunikation der Maschinisten untereinander als unerlässlich heraus. Um die Übung realistischer zu gestalten wurden die Strahlrohre in verschiedenen Kombinationen in Betrieb genommen und immer wieder mal geschlossen oder geöffnet um entsprechende Schwankungen in der Abgabemenge zu simulieren.

Nach dem "Stationswechsel" der Einsatzkräfte zu den einzelnen Fahrzeugen bzw. Pumpen wurden die gewonnenen Erkenntnisse kurz besprochen, bevor es an Abbau und Rückfahrt auf die Wache Süd ging.

An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an Norbert Klink als Übungsleiter und an die Wachschicht B der Feuerwache Süd!

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