Gefahrstoffaustritt bei Spedition im Rheinauer Hafen

In der Betriebshalle einer Spedition im Mannheimer Rheinauhafen ereignete sich heute gegen 10:45 Uhr ein Gefahrgutunfall. Ein 42-jähriger Arbeiter beförderte in der Lagerhalle auf einem selbst fahrenden Hubwagen Langgut. Dabei beschädigte er mit den Stangen einen auf einer Palette stehenden Kunststofftank, in dem sich ca. 1000 Liter Gefahrgut (Essigsäureanhydrid) befanden. Ein Staplerfahrer versuchte, das Auslaufen der Säure zu verhindern, indem er mit seinem Stapler den Tank zur Seite kippte, so dass sich die beschädigte Stelle des Tanks nun an der Oberseite befand. Dennoch liefen aus dem Tank ca. 400 Liter des Gefahrguts aus. Der beschädigte Behälter wurde anschließend in eine Bergewanne gehoben. Die alarmierten Feuerwehren banden das ausgelaufene Gefahrgut ab. Auf Anordnung des Haupthafenmeisters wurde aufgrund der Explosionsgefahr während der Bergungsmaßnahmen das Hafenbecken 22 für die Schifffahrt gesperrt. Anschließend wurde die Lagerhalle von einer Spezialfirma gereinigt. Die restlichen ca. 600 Liter des Gefahrguts wurden in einen anderen Tank umgepumpt. Glücklicherweise wurde durch den Unfall niemand verletzt. Zur Bewältigung des Einsatzes waren neben der Wasserschutzpolizei Mannheim und den Mannheimer Feuerwehren auch ein Rettungswagen und Notarzt vor Ort.

Quelle: Pressebericht Polizeipräsidium Mannheim


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