Verabschiedung Feuerwache Mitte & Blaulichtumzug

Was verbirgt sich hinter eine Blaulichtumzug? Diese Frage werden sich sicherlich viele Fragen, deshalb vorweg die Antwort: Am 17.03.2017 wurden die Einsatzfahrzeuge von der "alten" Wache Mitte (Meerfeldstraße, Mannheim-Lindenhof) auf die neue Hauptfeuerwache (Gerd-Magnus-Platz, Mannheim-Neckarau) verlegt.
Um diesen logistischen Umzug öffentlichkeitswirksam zu feiern wurde die Verlegung der Fahrzeuge im Rahmen eines Fahrzeugkonvois durchgeführt.

Verabschiedung der Feuerwache Mitte

Zahlreiche Bürger beim "Letzten Alarm"

Vor dem Blaulichtumzug galt es natürlich die Feuerwache offiziell zu Verabschieden. Eröffnet wurde der Abend musikalisch durch die Heidelberg & District Pipes and Drums, während knapp 1000 Interessierte und zahlreiche Feuerwehrleute auf dem Hof der Feuerwache gespannt auf die Verabschiedung warteten.

Nach einem Rückblick auf 40 Jahre Feuerwache Mitte durch den Kommandanten der Mannheimer Feuerwehr Herrn Thomas Schmitt folgte die Aussegnung der Wache durch zwei Notfallseelsorger.
In seiner Rede dankte Thomas Schmitt den Anwohner für das entgegengebrachte Verständnis in den letzten Jahren und auch für die angenehme Nachbarschaft, gleichwohl bat er aber auch darum die Feuerwehr als Nachbar am neuen Standort "weiterzuempfehlen". Auch der Wache kam Dank zugute, hatte sie doch vierzig Jahre gute Dienste geleistet. "Wir haben hier alles erlebt aber auch geschafft", so Schmitt und zeigte kurzweilig auf Störungen wie Wasserrohrbrüche und ähnliches hin.

Feierliche Eröffnung durch die Heidelberg & District Pipes and Drums

83 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, Rettungsdienste und weiterer Hilfsorganisationen

Neben den Feuerwehrfahrzeugen der BF Wache Mitte, FF Innenstadt & FF Neckarau -also den Fahrzeugen die zukünftig ihren Standort auf der neuen Hauptfeuerwache haben- beteiligten sich selbstverständlich auch Fahrzeuge der BF Wache Süd, BF Wache Nord und der weiteren FF-Abteilungen Friedrichsfeld, Seckenheim, Rheinau, Feudenheim, Wallstadt und Nord. Fahrzeuge aus Ludwigshafen und der Betriebs- & Werkfeuerwehren ergänzten den Umzug mit einigen Sonderfahrzeugen für den industriellen Brandschutz.
Der Einladung am Umzug teilzunehmen folgten auch weitere Rettungsdienste - Fahrzeuge der Johanniter, der Malteser, des ASB, des DRK, der DLRG und des THW begleiteten den Umzug ebenfalls.
Abgerundet wurde der Blaulichtumzug durch Fahrzeuge die man nicht sofort mit "Blaulicht" verbindet, so zum Beispiel Einsatzfahrzeuge der RNV, der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes oder auch zwei Vorführfahrzeuge von BMW. Neben all den modernen Einsatzfahrzeugen gab es auch ein altes Pullmann Löschfahrzeug aus Privatbesitz zu sehen, welches jahrelang in Mannheim im Einsatz war.

Von der Wache Mitte ging alten Eisstadion und dem Mannheimer Schloss vorbei in Richtung Wasserturm, welcher einmal umrundet wurde, um dann über die Augustaanlage den Weg Richtung Planetarium einzuschlagen und über den Neckarauer Übergang in die "Zielgerade".

LF 10/10 (Florian Mannheim 31/42-1) beim Verlassen der Feuerwache Mitte
WLF (Florian Mannheim 31/65) mit AB-Schlauch
Quelle: Alexander Braun

Abteilung Rheinau mit Jugendfeuerwehr dabei

Unsere Abteilung nahm mit dem LF 10/10 & dem WLF mit AB-Schlauch am Umzug teil.
Personell wurden wir von unseren vier neuen Jugendfeuerwehrmitgliedern unterstützt welche dieses Ereignis sicherlich nicht so schnell vergessen werden und auch merkbar Spaß während des Umzugs hatten.

Erster Feuerwehreinsatz von der neuen Hauptfeuerwache aus gefahren

Noch während die ersten Einsatzfahrzeuge "ihre" neuen Fahrzeughallen bezogen kam es zum ersten Brandeinsatz der, neben der Wache Süd, auch zum Alarm für die neue Hauptfeuerwache führte.

Tag der offenen Tür auf neuer Wache

Am 01. April 2017 findet von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt um den Mannheimer Bürgern die neue Hauptfeuerwache zu zeigen und ein Blick auf die Arbeit der Feuerwehr zu gewähren.
Aufgrund begrenzter Parkplätze empfiehlt sich die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Dank an die Organisatoren & Mitwirkenden

Ein großer Dank gehört auf jeden Fall den Organisatoren die sich über einen längeren Zeitraum mit der Streckenführung, den Teilnehmern und allem was dazugehört beschäftigt haben. Danke aber auch an die Stellen & Behörden welche den Umzug an diesem Freitag genehmigt haben. Danke an alle Teilnehmer und auch an die Zuschauer, die Resonanz war unglaublich, mit dieser Zuschauerzahl hatte niemand gerechnet.
Ein Dank für das hoffentlich vorhanden Verständnis auch an alle Verkehrsteilnehmer die zwangsläufig eine Pause während des Umzugs einlegen mussten.

Video: BS mit freundlicher Unterstützung ASB Mannheim


„Das sind unsere Helden“

Feuerwehr: Enorm positive Resonanz im Internet auf den „Blaulichtumzug“ / 50 000 Zuschauer und 83 Fahrzeuge

Der Beifall, den sie immer wieder am Straßenrand erlebten, die Jubelrufe der 50 000 Zuschauer vom "Blaulichtumzug" am Freitagabend - er setzte sich über das Wochenende im Internet fort. "Das sind unsere Helden", schrieb etwa Gisela Engel auf der Facebook-Seite unserer Zeitung, oder Erik Götz meinte "Das war so klasse durchgeführt", Alex Czubowicz schrieb "absolut spitze", und viele Leser stimmten ihnen zu.

83 Fahrzeuge hatten sich am Freitagabend auf dem Lindenhof, dem Standort der alten Wache Mitte, in Bewegung gesetzt nach Neckarau, wo die neue Hauptfeuerwache steht. Da steuerten nicht einfach nur die Einsatzfahrzeuge einen neuen Standort an, sondern viele Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, Werkfeuerwehren und Hilfsorganisationen gaben das Geleit. Kurzfristig reihten sich auch Chris Rihm, an diesem Abend Einsatzleiter Rettungsdienst, und sein Einsatzleiter-Kollege aus der Vorderpfalz ein, und die Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) schickte gleich drei Unfallhilfsfahrzeuge. Sogar zwei Oldtimer waren zu sehen: Ein 1970 gebauter Unimog, einst von der Mannheimer Berufsfeuerwehr bestellt und heute noch als Trockenlöschfahrzeug der Werkfeuerwehr Bunge im Einsatz, sowie ein Pullmann-Tanklöschfahrzeug von 1968, das noch in der Alten Feuerwache in der Neckarstadt Dienst tat und heute im Besitz von Privatsammler Dietmar Beck ist.

Werbung für das Ehrenamt

In ihm fuhr Erster Bürgermeister Christian Specht mit - und freute sich über die enorme Resonanz dieser "Werbung für das Ehrenamt", als die der Umzug gedacht war. "Ich hoffe, dass gerade von den vielen jungen Zuschauern einige nun im wahrsten Sinne des Wortes 'Feuer gefangen' haben, ebenfalls ehrenamtlich aktiv zu werden", so Specht. Dafür sprechen zumindest einige Kommentare im Internet. "Es war einfach perfekt, und meine Kinder waren überglücklich", so Mia Lena Coleman. "Respekt und Dank den Beruflern und den Ehrenamtlichen sowie der Jugendfeuerwehr", lobte Georg Stetter. "Vielen Dank allen, die dabei waren. Ob als Zuschauer oder als Einsatzkraft. Ich persönlich war überwältigt von den vielen Zuschauern, und die vielen strahlenden Kinder zu sehen und ihnen winken zu dürfen, war für mich als Familienvater mit das schönste Geschenk. Vielen Dank!!!!", schrieb Sven Doppler. "Eine sehr tolle Aktion, Respekt", dankte Thomas Hilzendegen. "Ein riesengroßes Dankeschön für euren Einsatz. Hoffe auf Allzeithoch gute Fahrt, und dass alle wieder gesund nach Hause kommen", meinte Jutta Gabert. "Unglaublich, dieser Zuspruch der Bürger, ich glaube, keiner hat gedacht, dass es dieses Ausmaß annimmt", so Max Guerrero. "Ich wünsche euch alles Gute in eurem neuen Stützpunkt, bedanke und verneige mich vor jedem einzelnen Kameraden für die unzähligen, selbstlosen Einsätze. Ihr seid unsere Helden", schrieb Roland Koch. "Das müsst ihr nächstes Jahr wiederholen, so ein Umzug mit allen vom Rettungsdienst, das tut allen gut und stärkt alle", meinte gar Sebastian Schreiber.

Davon kann zunächst keine Rede sein. Überrascht von dem riesigen Zuspruch auf den Umzug, rechnet die Feuerwehr jetzt aber mit großem Andrang am Samstag, 1. April - einen Tag nach der offiziellen Eröffnung mit Minister Thomas Strobl.

Quelle: Mannheimer Morgen, Montag, 20.03.2017



Gelungener Schulterschluss

Von Peter W. Ragge lobt den „Blaulichtumzug“ der Feuerwehr

Sicher werden viele Kinder noch sehr lange vom Freitagabend schwärmen, so viele begeisterte Gesichter sah man am Straßenrand beim "Blaulichtumzug". Aber auch zahlreiche Erwachsene riefen den Einsatzkräften immer wieder anerkennende Worte zu.

Zwar gab es 1975 ebenso einen Umzug der Feuerwehr - aber viel kleiner. Damals formierten sich nur tagsüber zwei Kolonnen von der Alten Feuerwache in der Neckarstadt zu den Wachen Nord (Käfertal) und Mitte (Lindenhof). Das ergab nicht so ein eindrucksvoll-spektakuläres Bild wie jetzt - weil es nicht in der Abenddämmerung war und sich nicht alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr, dazu Werk- und Berufsfeuerwehren sowie alle Hilfsorganisationen anschlossen.

Das gelang jetzt deshalb, weil es in Mannheim inzwischen ein großes Gemeinschaftsgefühl der, wie es am Freitag mehrfach hieß, "Bruder- und Schwesternschaft der Blaulichtorganisationen" gibt. Ergeben hat sich das alles aus der gemeinsamen Darstellung aller Feuerwehren und Rettungsdienste als "Schulterschluss" auf dem Maimarkt, die der Stadtfeuerwehrverband 2008 initiierte. Dieser "Schulterschluss" wirkt sich längst auch im Alltag aus, weil man sich so besser kennt und im Ernstfall effektiver zusammenarbeitet - im Dienste der Bevölkerung. Gemeinsames Auftreten ist zudem deshalb nötig, weil es jenseits solch öffentlichkeitswirksamer Aktionen bei Alltagsproblemen oft an Unterstützung für das Ehrenamt durch die Politik gewaltig fehlt.

Schade nur, dass den "Blaulichtumzug" niemand für das Guinness Buch anmeldete - 83 Fahrzeuge und über 50 000 Zuschauer sind schon rekordverdächtig. Großes Kompliment!

Quelle: morgenweb.de / Mannheimer Morgen


LF 10/10
(Quelle: lokalmatador.de)
WLF mit AB-Schlauch
(Quelle: lokalmatador.de)
 
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